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Samstag, Januar 03, 2009

OpenStreetMap

OpenStreetMap bietet ähnlich wie TeleAtlas oder GoogleMaps kartographische Daten an. Der Unterschied zwischen den beiden ist aber wie Wikipedia und Brockhaus oder Blog und Tageszeitung. OpenStreetMap kann von jedem editiert werden. TeleAtlas, Brockhaus und Tageszeitung sind grundsätzlich der Meinung, dass die Leihen unfähig sind, qualitativ hochwertige Inhalte zu erzeugen. Brockhaus hat die Haltung bereits mit dem Leben bezahlt und ist soeben von Bertelsmann geschluckt worden.

OpenStreetMap wird Erfolg haben weil die Daten unter der Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0. zur Verfügung gestellt werden. Das ermöglicht Nutzern Anwendungen aufzubauen, ohne auf kostenpflichtige Kartendaten zurückgreifen zu müssen.



OpenStreetMap ist erst im Aufbau und noch nicht so vollständig wie z.B. Wikipedia. Bei mir zu Hause fehlen noch viele Strassen. Neue Inhalte dazufügen geht einfach. Schwieriger wird es, wenn man einen GPS-Track hochladen möchte, denn das erlaubte Datenformat ist sehr intolerant, so werden zur Zeit nur GPX Dateien verlangt, die Trackpoint mit Timestamp haben. (... und somit ist mein erster Beitrag gescheitert !)

Freitag, Januar 02, 2009

Die Berufswohnmobilfahrer

Es gibt Leute, die verdienen mit Wohnmobilfahren Geld. Ähnlich wie für Google die Streetview Autos unterwegs sind, setzt TeleAtlas Wohnmobile ein, welche die Daten für die TomTom Karten liefern. In Europa sind 20 Wohnmobile unterwegs, welche die Strassen fotographieren. Die erfassten Daten werden in Polen gesichtet und dann nach Indien zur Auswertung gesandt. Die auf den Fotos enthaltenen Informationen werden von Hand in die digitalen Karten eingetragen. 

Jetzt weiss ich endlich, weshalb auf den Richtungsanweisungen des TomTom immer so sinnvolle Angaben wie "Service Road" angegeben sind. Ich zögere dann bei der Ausfahrt, bis ich merke, dass auch noch "Madrid" auf dem "Service Road" Wegweiser steht. 

Donnerstag, Januar 01, 2009

GPS: Warnung vor blindem Vertrauen!

Ein Gutes Neues Jahr!

Auf dem Weg zu neuen Zielen warne ich euch vor blindem Vertrauen. Es kann fatale Folgen, haben wie in diesem Bericht in der Sonntagszeitung dargestellt. 

Im Zürcher Oberland hat sich gerade erst kürzlich ein Lieferwagen wegen dem GPS verfahren und ist schlussendlich in eine Schlucht gestürzt. (Zürcher Oberländer) 

Niemand muss irgendwo durchfahren, nur weil das GPS sagt, es sei der richtige Weg. Führt einem das GPS an eine unerwünschte Stelle wie z.B. ein Fahrverbot oder ein Stau, helfen diese Aktionen weiter:
  • "Strasse gepserrt" eingeben
    Bei den meisten Navi besteht die Möglichkeit, eine temporäre Strassensperre selbst einzugeben. Die Methode versagt meistens, weil man an der Stelle, wo das Problem ist, nicht einfach anhalten kann ohne den Verkehr zu gefährden.

  • Wenden und selber grob in Richtung Ziel fahren, bis das GPS einen vernünftigen Weg angibt.
    Der grosse Vorteil ist beim GPS Navi, dass man absichtlich den vorgegebenen Weg verlassen kann und trotzdem die optimale Route zum Ziel nachgeführt wird. Der grosse Vorteil dieser Aktion ist, dass sie keine Eingabe am Gerät nötig macht. Die steinzeitlichen Wegweiser helfen den richtigen Weg zu finden. 

  • Alternative Route wählen
    Eine gute Methode, wenn man trotzdem immer wieder an der selben unerwünschten Stelle steht und es nötig ist eine "TomTom Endlosschleife" zu druchdringen.

  • Direkter Weg wählen
    Achtung: diese Funktion kann einem manchmal auf sehr abenteuerliche Wege senden. Ich verwende sie nur, wenn die oben erwähnten Methode versagen oder ich die Gegen erkunden möchte.

Bei TomTom können die einmal gemachte Erfahrungen mit unerwünschten Strassen von den Nutzern gemeldet werden. In Zukunft sollte man also nicht mehr vor Radwegen oder ähnlichem landen. Die Änderungen werden direkt auf dem Navi eingegeben und später übers Internet den anderen Nutzern zur Verfügung gestellt. Die Korrekturen verbreiten sich so ziemlich schnell. 

Es gab zwar schon früher die Möglickeit bei TeleAtlas Korrekturen zu melden. Das Formular war aber kaum auffindbar und kompliziert zu benutzen, so dass kaum jemand Änderungen eingegeben haben dürfte. Die von mir gemeldeten Änderungen wurden in der nächsten Kartenversion nicht einmal übernommen.

Dienstag, Dezember 30, 2008

GPS Logger

Ich habe mir kürzlich sowohl ein i-gotU GT100 wie auch ein Holux M-241 GPS Logger gekauft. Mit diesen Geräten lassen sich Dinge wie z.B. dieser Spaziergang aufzeichnen. Die Geräte sind aber noch nicht alltagstauglich und für technische Leihen schwer nutzbar.

Wer ein TomTom besitzt und seine Fahrten aufzeichnen will ist mit der Freeware Eventlogger besser beraten.

Spaziergang mit dem GPS Tracker aufgezeichnet

Die Daten aus beiden GPS Tracker sind gut auswertbar, die Probleme liegen in der Bedienung, der Speichergrösse und der Kommunikation mit dem PC. Im Einzelnen:

Der i-gotU lässt sich zwar einfach auf dem Computer installieren, aber man weiss nie so genau, ob das Gerät wirklich arbeitet und ob der Speicher schon voll ist. Der Akku des Gerätes wird nur über die USB Schnittstelle des PCs geladen. Wird das Gerät längere Zeit nicht genutzt, ist der Akku leer. Der Betriebszustand des Gerätes wird nur über zwei schlecht sichtbare LEDs angezeigt, die in den verschiedensten Codes blinken können. Das ausgesendete zweikanalige Morsealphabet habe ich bis heute nicht ganz begriffen. Der Speicher des iGotU


Bild: Frequencycast

Der Holux GPS Logger M-241 hat ein kleines Display, das Auskunft gibt, was das los ist. Distanz, Geschwindigkeit und Koordinaten lassen sich leicht ablesen, ebenso wird angezeigt, wenn das Gerät die Satelliten erfasst hat und dass eine Aufzeichnen am Laufen ist.

Schwierig wird es aber beim M-241, wenn die Daten ausgelesen werden sollten, denn die Komunikation mit dem PC muss zuerst überlistet werden. Mich nimmt wunder, für wieviele Käufer das Gerät wertlos ist, weil sie die Daten nicht auslesen können.

Die mitgelieferte Software lässt sich zwar einfach auf dem PC installieren, macht aber schon rein visuel einen billigen Eindruck. Der Logger hat eine USB Schnittstelle, die ich aber nicht Nutzen konnte, weil der COM Port von meinem PC in eine Nummer gemapt wurde, die das Programm gar nicht verarbeiten konnte. Über Bluetooth kann das Gerät komunizieren, aber erst nachdem ich im Internet rausgefunden habe, dass der Freischaltcode des Gerätes 0000 ist! Der steht nämlich nirgends in der Bedienungsanleitung. Am Programm muss ich dann aber auch noch manuel eingeben, auf welchem COM Port das Gerät komuniziert, denn die Funktion "Autoconect" des Programs funktioniert nicht. Hat man all diese Hürden übersprungen, wandelt das Gerät den Code direkt in ein GoogleEarth oder GPX File um.


Bild: Jens Rudolph, GPS-Logger M-241 im Test

Nachtrag 9.1.2008
Hier noch die von Rasmuss99 benutzten Geräte im Bild:

Garmin Forerunner 305
Gerät fürs Handgelenk, das speziell für Sportler entwickelt wurde und zusammen mit einem Herzfrequenzmessgerät geliefert wird. Die GPS Antenne befindet sich teilweise im Armband.
Garmin


Wintec G-Rays 2
GPS-Maus ohne Display, dafür ein bischen billiger als der Holux M-241. Nach den jetzigen Erfahrungen möchte ich das Display allerdings nicht mehr missen. Es gibt direkt Auskunft über Distanz und Höhe und zeigt vor allem auch, dass das Gerät ordnungsgemäss funktioniert und wieviel Speicher noch frei ist.
Wintec GPS

Mittwoch, Dezember 24, 2008

Verkehrsmeldungen von TomTom

Die Verkehrsmeldungen von TomTom sind nun öffentlich im Internet zugänglich. Zu den üblichen Quellen werden in Deutschland und den Niederlanden auch die Geschwindigkeiten der sich über die Strassen bewegenden Vodafone Handys ausgewertet. Das selbe soll in nächster Zukunft auch in Österreich und der Schweiz geschehen. 

Verkehrsinfo Zürich



Donnerstag, Dezember 18, 2008

In der Schweiz sind GPS Navigationsgeräte illegal

Sonderbar, wie die Schweiz in Sachen GPS Navigationsgeräte einen Einzelgang macht. Das Bundesgericht hat soeben entschieden, dass GPS Navis ilegal sind, vorausgesetzt dass sich darauf eine Software befindet, die vor Radarfallen warnt. Im konkreten Fall handelte es sich um ein Amigo, wie z.B. dieses hier.

Was in den Meldungen verschwiegen wird, ist dass heute praktisch jedes Gerät inklusive dem Marktführer TomTom mit den entsprechenden Daten ausgerüstet werden kann, so dass es vor Radarfallen warnt. Bei TomTom kommen fast täglich Updates für Radarfallen und Rotlichtkameras in den verschiedensten europäischen Ländern heraus ausser für die Schweiz. Die Daten können von mehreren Quellen im Internet bezogen werden.

Ich wusste lange nicht weshalb das so ist, aber in der Schweiz sind alle Geräte verboten, welche Verkehrskontrollen behindern oder unwirksam machen. Im besonderen sind auch Geräte verboten, die nur Warnungen von ausländsichen Standorten enthalten. In Zukunft muss man also damit rechnen, dass die Polizei sagt "Geben Sie mal ihr Navi her, ich möchte mal das schauen, was sie für Warnungen am Gerät eingestellt haben."

Die meisten Navi Geräte haben die Möglichkeit Warnungen bei Annäherung an spezielle Punkte zu senden - sei das nun die Aral Tankstelle oder eine Radarkamera. Sicherlich wird es für die in Verkehrskontrollen eingesetzten Beamten Kurse geben mit dem Inhalt "Wie finde ich heraus, ob ein TomTom Radarkameradaten geladen hat". Nicht nur die Nutzung eines solchen Gerätes ist verboten, nein, es darf im Auto nicht mitgeführt werden. Im Straftatbestand wird das Gerät eingezogen und es werden 300 CHF Busse fällig. (... und bald jeder Polizist dürfte mit einem Navi ausgerüstet sein.)


Beispiel für ein Blitzer in der Schweiz. (Tom Sanchez)

Seltsam, wie sich die Schweiz verhällt. Normalerweise werden uns von Regierung und Justiz europäische Dinge aufgebrummt, mit dem Hinweis, dass wir da auch mitmachen müssten. Ausgerechnet, da wo es Sinn machen würde, macht die Schweiz nicht mit. In Europa ist man nämlich der Meinung, dass Radarfallen der Verkehrssicherheit dienen sollen und Radarwarngeräte legal seien, denn sie würden auf jeden Fall dafür sorgen, dass der Autofahrer wenigsten bei der Radarfalle die Geschwindigkeit einhällt. Die Schweiz ist da einer anderen Meinung. Sie will einen möglichst grossen Überraschungseffekt auch bei ortsfesten Anlagen, denn nur so klingeln die Kassen schön.

Vielleicht bewirkt die Schweizerstrategie wenigstens, dass ich weniger Steurn bezahlen muss. In Zürich stehen alleine über 90 Radarfallen, Geschwindigkeit- und Rotlichtkameras. Die Fallen an der Rosenbergstrasse setzen in der Stadt Zürich am meisten um. Es sind drei Stück in Serie in der 50er Zone, die hier stehen. Ein vierter steht in der Gegenrichtung.


Größere Kartenansicht

Die Chance, dass ihr hier durchkommt ist gross, denn die Strecke ist ein Teil der E41 und liegt z.B. an der Verbindung Schaffhausen - Gotthard - Italien.

Auch im Kanton Waadt gibt es Radarfallen. Zwischen Lausanne und Genf gibt es eine ganze Menge entlang der Autobahn. Achtung modernste Generation von Radargeräten mit Lasermessung, sehr klein.

Die Radarinfozentrale warnt zuverlässig vor neuen Radarstandorten. Hier steht auch, dass sie einen Raser mit 237 km/h auf der Bözbergautobahn erwischt haben. Soll mir recht sein, ist gefährlich.


Sonntag, August 24, 2008

Im Norden von Madrid

Am Sonntag bin ich nördlich von Madrid durch die Gegend gefahren. Zuerst stattete ich den Cuatro Torres einen Besuch ab - nicht einfach diese Wolkenkratzer zu fotographieren, dann bin ich nördlich dem Rio Jarama entlang gefahren und zum Schluss habe ich noch den Regionalpark Cuenca Alta del Manzanares besucht.


Die vier neuen Wolkenkratzertürme auf dem Boden
des ehemaligen Real Madrid Stadions.



Spanien ländlich: die Pfarrkirche von Fuente el Saz de Jarama

Mehr Text und Fotos auf dieser interaktiven Karte:



Das ganze ist wie folgt entstanden:

Unterwegs:
  • Das TomTom zeichnet meine Route auf. Dazu muss die Software EventLogger auf dem Gerät installiert sein. (Anmerkung Dez 2013: mit den aktuellen TomTom Geräten funktioniert diese Software leider nicht mehr. TomTom hat den Zugang zum File-System gesperrt !)
  • Meine digitale Kamera Sony DSC T-33 hält die visuellen Eindrücke fest.

Zu Hause:
  • Die mit dem TomTom gewonnen GPS Tracks mit GPS Visualizer zu einem gpx-File zusammensetzen.
  • Mit der Software RoboGEO die Bilder mit dem GPS Track verheiratet und automatisch daraus die interaktive Karte erzeugt. Die Software kann auch Ausgaben für Flickr und Google Earth machen oder einfach die Fotos mit Geocode in der EXIF Datei versehen.

Sonntag, Juni 29, 2008

TomTom Update und Hacks

Neue Karten
Ich habe mir überlegt, ob ich die neuen Karten für mein TomTom 900 wirklich brauche. Da sie zurzeit mit 30% Nachlass angeboten werden, habe ich mir die neue Westeuropakarte gekauft. Es hat sich gelohnt. Zusammen mit der Applikation 7.162 steht die Kartenkorrekturfunktion zur verfügung. Weiter hat die Karte neue Farben erhalten und zeigt in den Städten die Grundrisse der Bebauung.


Neue kontrastreichere Farben in der Karte


Grundrisse der Bebauung in den Städten

In Madrid wurden nicht alle Fehler, der alten Karte wurden verbessert: Zwar kennt TomTom jetz die neue M-30, versucht aber immer noch die Ausfahrt 9 der A-4 zu benutzen. Mir ist nicht klar, weshalb dieser Fehler in den Teleatlasdaten nie korigiert wird, obwohl auf den Satellitenfotos scho lange Gras auf der Ausfahrt wächst! Siehe auch hier.

Favoriten behalten
Normalerweise möchte man die alten Favoriten auch nach dem Kartenupdate noch nutzen. Nach dem Upload der Karte sind diese aber Verschwunden. Dagegen hilft folgendes:
  • vor dem Upload die Datei MapSettings.cfg im Ordner der Karte sichern
  • nach dem Upload die neue MapSettigs.cfg mit der alten überschreiben
    => die Favoriten sind wieder da!
Favoriten bearbeiten
Wie wir oben gesehen haben sind die Favoriten in der Datei MapSettings.cfg der entsprechenden Karte gespeichert. Diese Datei am besten mit POIedit in eine OVI Datei umwandeln und mit dem unten vorgestellten Programm Tyre bearbeiten.

Logfunktion
Mich ärgerte es immer, dass ich zu Hause nicht mehr nachsehen konnte, wo ich eigentlich durchgefahren bin. Dagegen hilft das Programm Event Logger. Es wird auf dem tomTom installiert und erzeugt eine *.xml Datei, die später auf dem PC geladen werden kann und zum Beispiel mit GPS Visualizer weiterverarbeitet werden kann.

Google Maps und TomTom
Wenn ich Reise plane, mache ich das sehr oft mit Google Maps. Ich erstelle eine eigene Karte, markiere darauf die interessanten Punkte, aber wie kommt nun alles in das TomTom? Es gibt zwei Varianten:

Wenn nur wenige Punkte sind:
Am besten gleich die Punkte zu einer Route verbinden und mit dieser Seite in ein *.itn (ItineraryFile) umwandeln. Achtung: es ist wichtig, dass die Anfangs und Endpunkte die Koordinaten Information von Google Map erhalten. Dafür muss manchmal der anfangs oder Endpunkt einige Meter bewegt werden.

Für grössere Projekte:
Das Programm Tyre ist genial! Mit diesem Programm können sowohl neue Routen geplant werden und altes bearbeitet werden. Es eignet sich vorzüglich um das aus den Favoriten erstellte OVI-File zu bearbeiten und auszumisten.

Umwandeln von Google Map Karten für TomTom:
  • Programm Tyre starten
  • Im Menu Datei/Importieren von Webseite wählen
  • Im Eingabefeld die URL zur Google Map Karte eingeben
    => Die Punkte von der Google Karte werden importiert.
  • Namen von Hand in Tyre anpassen

TomTom Links
Hier wird Ihnen geholfen:

Blitzerwarnungen für TomTom in der Schweiz

Ich habe mich immer gewundert, dass von TomTom Blitzerwarnungen für viele europäische Länder angeboten werden, nicht aber für die Schweiz. Ich habe nun im MeinTomTom-Forum gelesen, dass dies in der Schweiz verboten ist.

Mittwoch, Mai 14, 2008

TomTom Wegberechnungs Probleme

Schon seit Längerem bin ich Besitzer eines TomTom 700. Ich Schätze seine Dienste, stelle aber auch immer wieder seine Grenzen fest. Grossstädte mit ihrem Dschungel von Autobahnen und Schleichwegen sind ein ideales Testgebiet für Navigationsgeräte und ihre Software. Trotzdem wundert es mich, dass gewisse Dinge die Hersteller nicht in den Griff kriegen.

Die heutige Navigationsübung in Madrid war:

Fahre vom Start auf der rechten Seite zum Ziel bei B. Der unten beschriebene Weg mit der Googlefahrzeit von 19 Min. wird ausgegeben.



Die Klippe ist bei der Autobahnausfahrt mit dem Pfeil. Sie ist eine verkehrstechnische Fehlkonstruktion. Ein Kreisel befindet sich unter der Autobahnbrücke. Die von der Ausfahrt kommenden Fahrzeuge stauen sich bis in die Autobahn zurück, weil die Sichtweite für die Einfahrt in den Kreisel viel zu kurz ist. Die Fahrzeuge, die sich bereits im Kreisel befinden, werden durch die Pfeiler der Autobahnbrücke verdeckt.



Gut vielleicht ist der Weg durch den Stau immer noch das Kürzeste, aber ich könnte mir vorstellen, dass viele Benutzer von Naviagtionssysteme lieber einen etwas längeren Weg fahren würden, dafür aber nicht im Stau stehen möchten. Bis jetzt gibt es aber von den Herstellern der Navis noch keine Option "alle Staus vermeiden", wie es auch keine Option gibt "Bitte landschaftlich schöne Strecken benutzen".

In unserem Fall würde es folgende vernünftigere
Varianten geben:

Die Zeitangabe nach Google ist 26 Minunten, was ich aber eher zu hoch einschätze. TomTom hat die Neigung normale Kreuzungen zu stark zu bewerten. Als Alternative Route wird diese aber nicht ausgegeben, sondern eine Variante über die M-30, wo es zumindest zur Feierabendzeit zu Verzögerungen kommen kann.

Kennt TomTom denn eigentlich überhaupt die Staus abhängig von der Tageszeit? Eigentlich müssten die Kartenhersteller zumindest in den Grossstädten Leute vor Ort haben, welche die heikelsten Strecken bewerten und eine Aussage machen können, wie lange eine bestimmte Strecke zu einer bestimmten Tageszeit dauert.

Hier nochmals eine Variante. Googlefahrzeit 27 Minuten.

Diese Variante scheint TomTom nicht zu finden, weil zuerst eine Autobahn genommen werden muss, die vom Ziel wegführt. Generell tut sich TomTom schwer mit Linksabbiegen. Die allgemeine Bewertung für dieses Manöver scheint zu hoch zu sein. Gerade bei grossen Kreuzungen mit getrennten Spuren dauert es aber meist nicht wirklich länger als ein anderer Weg über die Kreuzung.

In Amerika versagt TomTom bezüglich Rechts- und Linksabbiegen vollständig: Sollte die Fahrrichtung auf einer Strasse geändert werden schlägt TomTom die Variante A in der untenstehenden Skizze vor. Diese funktioniert aber gerade in Kleinstädten nicht, weil die Strasse zwar grundsätzlich das Manöver zulassen würde, aber zuviel Verkehr herrscht, so dass nicht nach Links in die Hauptstrasse eingebogen werden kann.

Richtig wäre die Variante B: Zuerst links abbiegen, dann um einen Häuserblock fahren und nach Rechts in die Hauptstrasse einbiegen.

Freitag, Februar 15, 2008

TomTom in Madrid

Mittlerweile habe ich mich ein bisschen besser an den Verkehr in Madrid gewöhnt. Ich kenne wenigstens einige Strassen und fahre auf den Wegen, die ich schon mehrmals gefahren bin nicht mehr falsch.

Anders bei neuen Wegen. Am letzten Wochenende bin ich nach Alcalá de Henares gefahren. Das sind nur etwa 50 km von Madrid und hat vor allem auf dem Heimweg diverse Möglichkeiten geboten um falsch zu fahren.


Alcala de Henares vor den Toren Madrids -
eine der ältesten Universitätsstädte Europas.
Vor allem auch bekannt für die vielen Störche.

Schwierig wird es immer wenn das TomTom auf einer mehrspurigen Strasse behauptet, man solle sich links halten und dann plötzlich beschliesst, man soll jetzt doch die Ausfahrt nehmen.


Das ist die Kreuzung zwischen A-2 (von rechts) und M-30 (von oben).
Ich komme von rechts. Bei der ersten Ausfahrt behauptet das TomTom
"Bleiben Sie links!", bei der zweiten "Nehmen Sie die Ausfahrt!".
Es fehlt die richtige Vorwarnung. "Bleiben Sie links!" ist ein seltsames
Kommando. für mich müsste das heissen "Fahren Sie geradeaus!".


Jedes Land, jede Stadt ist ein bisschen anders. Beim Kommando "Ausfahrt vor Ihnen" muss man in Deutschland noch lange nichts unternehmen, in Spanien sollte man schnellstens auf dem Display Name, Nummer und Strassennummer der Ausfahrt anschauen. Meistens ist nämlich nur eines davon angeschrieben. Der Name ist manchmal zumindest bei meiner TomTom-Software sehr klein geschrieben und kaum zu entziffern.

Bei TomTom wurde übrigens gestern eine neue Tauschplattform für alles mögliche aufgeschaltet. Mir scheint, dass sich TomTom für die privaten Nutzer eher auf den Fun-Faktor konzentriert. Mich interessieren aber Klingeltöne, Stimmen und Autosymbole kaum. Mir wäre lieber sie würden mehr an der Behebung von Kartenproblemen und Softwarefehlern arbeiten.

Ein Kollege von mir hat ein neues TomTom gekauft und hat immer noch Karten von Madrid, wo die umgestaltete M-30 und andere Fehler nicht behoben sind. Wer einmal versucht hat einen Kartenupdate auf sein TomTom zu laden kann seine Wunder erleben. So richtig anwenderfreundlich ist TomTom nämlich noch nicht.

Andere Ideen sind dann wieder besser: Ab diesem Jahr soll "High Definition Traffic" in Deutschland verfügbar sein. Bei diesem System wertet TomTom die Daten, der auf sich den Strassen bewegenden Mobiltelefone aus und generiert daraus Verkehrsinformationen. Daraus wird TomTom Umleitungsempfehlungen errechnen mit denen ich allerdings bis jetzt nicht die besten Erfahrungen gemacht habe. Oft leitet TomTom auf eine Strasse mit ebensoviel Verkehr um, die im System einfach nicht überwacht wird.

Samstag, Februar 09, 2008

Madrids Autobahnen: Durch Wände fahren geht nicht !

Mein Kollege warnte mich noch, dass das TomTom die Adresse nicht finden werde. Was er mir nicht sagte: die Ausfahrt gibt es nicht mehr. Madrids Autobahnen ändern sich schnell und die Updates von Teleatlas kommen nicht mehr nach.

Das wichtigste Element zur Verkehrslenkung ist dabei das New Jersey Element. Diese haben wahrscheinlich alle schon mal gesehen: 4 Meter lang, 2,5 t schweren grenzen sie die Fahrspuren ab, so dass sie sicher kein Autofahrer verlassen kann.

In den meisten Ländern werden die Autofahrer mit Leitelementen in den Spuren gehalten um gefährliches Verkehrsverhalten garantiert zu unterbinden. Einzig in der Schweiz dauert es immer wieder lange bis gefährliche Strassenabschnitte mit Leitelementen versehen werden. Die A13 im St. Galler Rheintal hatte lange keine Mittelleitplanken und bei der Forchautobahn in Zürich wurde deren Einbau auch erst kürzlich beschlossen.


New Jersey Element

Die New Jersey Elemente tragen wohl diesen Namen, weil sie in dem Amerikanischen Bundesstaat mit dem selben Namen erfunden worden sind oder zumindest besonders häufig im Einsatz stehen. Meine Erfahrungen mit den Autobahnen von New Jersey sind hier.

In Madrid herrschen beinahe amerikanische Verhältnisse. Es gibt zwar nicht so viele Spuren, aber komplizierte Autobahnkreuzungen gibt es auch.


Kreuzung A-4 mit M-30 im Süden Madrids

Hier ein Ausschnitt von einem Kreuz im Süden von Madrid. Hier wird die A-4 nach Corodoba im Süden Spaniens mit der Madrider Ringautobahn M-30 verbunden. Mitten im Bild ist rege Bautätigkeit zu sehen, die unterdessen abgeschlossen ist. Zur Entlastung der M-30 wurde in 2 Jahren mit einer deutschen Tunnelbohrmaschine im süden Madrids ein 3,5 km langer Tunnel ausgefahren, der letztes Jahr eröffnet wurde.


M-30 Tunnel im Süden Madrid


So sieht der Tunnel innen aus - drei Spuren in jede Richtung mit
modernster Signalisation. Die Spanier fahren im Tunnel äusserst
vorsichtig. Entweder gibt es besonders viel Kontrollen oder dann
sind ihnen die Tunnels noch fremd.

Donnerstag, Januar 03, 2008

Unfall auf der A5

Ein Auffahrunfall auf der A5 hat gestern zu mehr als 10 km Rückstau geführt. Ich habe es wenigstens noch genügend früh gemerkt und habe die Autobahn genügend früh verlassen. TomTom hat mir den Unfall zwar genügend früh gemeldet, aber keine schlaue Umfahrungsroute gefunden. Badische Zeitung

Sonntag, November 04, 2007

TomTom Favoriten editieren

geht mit diesem Tool vom PC aus. Alledings lassen sich damit nur die Namen ändern oder die Einträge Löschen.

Samstag, November 03, 2007

TomTom vs. eingebaute Navigationssysteme

Das erste Navi, das ich benutzte war ein TomTom. Ich war sofort fasziniert, wie das Gerät in jeder Lebenslage den schnellsten Kurs nachrechnet - egal wieviele Ausfahrten/Abzweigungen, dass man verpasst hat.

Auf einer Dienstreise meinte ein Kollege, dass ich das TomTom ruhig zu Hause lassen könne, weil der VW Touran ein eingebautes Navi hätte. Vor Ort war dann die Entäuschung gross. Schon die Eingabe der Zieladresse ist eine Klippe und dauert ewig: zuerst muss die richtige CD eingelegt werden, dann muss man sich mit dem einzelnen Knopf an der Bedienung handymässig durch die einzelnen Buchstaben von Ortsnamen und Strassen hangeln. Mit Musikhören ist vorerst mal nix, weil die Navi CD im Laufwerk ist.

Unterwegs gehts weiter, zwar kann das VW Navi die Strassennamen sagen, dafür kriege ich auf der Anzeige nur ein Pfeil, der mir die ungefähre Richtung bei der Abzweigung vorgibt - schwierig auf grossen wo es mehrere Strassen in der angegebenen Richtung gibt. Ich wusste nie, ob ich nun die Anwiesungen des Navi richtig befolgt hatte.

Fazit: Das TomTom kommt nun immer mit, egal welches Navi dass mein Mietauto eingebaut haben sollte. Ich kann dann nämlich zu Hause auch schon die Route vorbereiten, wie ich das auch für meine Amerikareise getan hatte.

(inspiriert vom mobinauten)

TomTom Home Update - Finger davon !

Heute wollte ich eigentlich mein TomTom schnell mit Datenfüttern, doch dann kam eine Überraschung:
  • zuerst Meldung, dass ein neuer Navicore für das Gerät verfügbar sei
  • dann Meldung, dass die TomTom Home Sw für den PC in der Version zwei vorliegen würde
  • dann die Meldung, dass meine Europa und USA Karte aufdatiert würden
    (dauert mehrere Stunden) $
  • dann Abbruch der Aktion, weil das TomTom Home 2 behauptet, dass die Archive eine Datei pna.ini enthalten würden, die angeblich nicht dort hin gehören würde
  • die Fachwelt weiss auch nix wirklich Schlaues (TotalPDA, pcketnavigation)
  • bleibt nichts anderes übrig, als das ganze wieder zu deinstallieren und retour zu laden
  • auf der TomTom Seite gibt es seltsamerweise/glücklicherweise unter dem TomTom Home Link immer noch die stabile Version 1.5 zum Downloaden.

  • Fazit: der TomTom Support ist so schwach wie eh und je. Ist das bei Garmin auch so?

Donnerstag, November 01, 2007

Navigationsgeräte TomTom oder Garmin

In Amerika war ich erstaunt, dass hier Avis offenbar Garmin-Navis vermietet im Gegensatz zu den TomTom Geräten in Europa.

Ich hatte mein eigenes TomTom 700 mit aktueller US-Karte dabei, was mir das Fahren wesentlich erleichterte - vorallem in den grossen Städten. Auf den sechsspurigen Autobahnen konnte man ohne Angst, die Ausfahrt zu verpassen in der linkesten Spur verharren, weil man genau wusste, wann die Ausfahrt kommt und wie sie heisst.

In den Details habe ich dann doch Schwächen meines TomToms festgestellt, wo es mich interessieren würde, ob das Garmin die auch hat:
  • Der TomTom-Server kennt die Staus in Atlanta und San Francisco nicht. Obwohl ich meilenweise in kriechenden Kolonen gefahren bin.

  • Die Interstates sind gegenüber den grösseren Landstrassen überbewertet. Bin mir nicht sicher, ob das Gerät wirklich immer die optimalste Route gerechnet hat. Manchmal führte mich das Gerät verdächtig weit zurück zum Interstate.

  • Die Fahrzeit auf den Landstrassen ist sehr ausgedehnt bemessen. Auf geraden Strassen in den Plains bin ich oft in 75% oder weniger der gerechneten Fahrzeit am Ziel gewesen.

  • Die POIs von TeleAtlas scheinen auf Werbeeinahmen zu beruhen. Bei den Motels sind z.B. nur die grösseren teureren vertreten zu sein. Einkaufszentren, wie z.B. Wal Mart sind auf den POIs nicht ersichtlich. Die Macke ist mir auch schon in Europa aufgefallen.

    Update 03-11-2007:
    Die grossen US Detailhandelsketten gibt es als POI gratis auf der TomTom Seite zum herunterladen. (Wieso merke ich das erst jetzt?)
Nach dem Verhalten von TomTom habe ich der Verdacht, dass Garmin in US besser navigiert.

Samstag, September 15, 2007

TomTom und Velorouten

Ich schätze mein TomTom Go 700, aber die Software des Gerätes taugt, wie auch Sopur festgestellt hat, nicht zum Fahrradfahren - auch wenn es eine Funktion "Fahrradroute" gibt. Die Funktion wählt eine Route aus, die über normale Strassen und über Strassen mit Fahrverbot für Motorfahrzeuge führt. Fahrradwege und andere signalisierte Fahrradrouten kennt das Gerät nicht. Ebenso fehlen ihm Kenntnisse über alle Waldwege. Die Zeitberechnung für die gerechnete Route stimmt.

Hier einige Beispiele der tomtomschen Wirrungen:


Die blaue Waldstrasse gibt es schon lange, aber TomTom kennt sie nicht - ein kleiner Umweg entsteht.


Das Blaue ist die offizielle Veloroute, die das TomTom ignoriert.



Für die Fahrt an den Schluchsee geht es zuerst ins Tal hinunter und dann über den Siglistorfer statt durch den Wald.

Mittwoch, Juni 14, 2006

18-km-Stau zwischen Stuttgart und Heilbronn

Nachem ich das letzte XXL-Wochenende (Karfreitag bis Ostermontag) autobahntechnisch gut überstanden hatte, hat es mich beim Frohnleichnahmwochenende erwischt: bei Ludwigsburg kippt ein Tanklastwagen um, weitere LKWs können vor dem Stauende nicht mehr bremsen und machen eine Auffahrkollision, das ganze produziert 18 km Stau! (SWR)

Was macht mit so etwas? Nach dem Autobahnkreuz Weinsberg war es Richtung Süden erstaunlich leer auf der Strasse. Bei Ilsfeld traf ich auf das Stauende und erwischte gerade noch die Abfahrt. Durchmogeln auf der Landstrassen war nicht so richtig möglich, da die auch unter dem Verkehrskolaps litten. Quartierstrassen und Feldwege halfen zwar etwas die Not zu lindern (TomTom sei dank), aber ich verlor schlussendlich doch noch eine Stunde.

Hier noch die Karte mit dem Stau und meiner Umfahrung.

Freitag, März 10, 2006

3-D-Navigation rückt näher


TeleAtlas, der führende Anbieter von digitalem Kartenmaterial für Navigationsgeräte, rechnet damit, dass noch dieses Jahr Karten der wichtigsten Städte in Europa und Amerika zur Verfügung stehen werden. Die Geländeaufnahme erfolgt mit einem Spezialfahrzeug mit vielen Kameras. Die Verarbeitung erfolgt mit der Technologie einer polnischen Softwarefirma in Indien. Es wird aber noch eine Weile gehen, bis Endgeräte zur Verfügung stehen, welche genügend Rechenleistung haben um die neuen Karten zu verarbeiten.
(Mein TomTomGO)