Samstag, November 21, 2009

The Running Gags of the Time (2)

Englisch für Angefangene:

  • I make me me nothing you nothing out of the powder
    => Ich habe mich mir nichts dir nichts aus dem Staub gemacht
  • CircleRunTogetherBreak =>Kreislaufzusammenbruch
  • Down-Beat =>Niederschlag
  • Everything For The Cat =>Alles Für Die Katz
  • Far-Looking-Tower =>Fernsehturm
  • The Picture-Umbrella =>Der Bildschirm
  • To Shine Someone Home =>Jemandem Heimleuchten
siehe auch hier.

The Running Gags of the Time (1)

Zwar nicht neu aber immer wieder gut zu hören:

Wie kommt ein Ossi nach Rossau?

Samstag, November 14, 2009

Kitsch anteportas

In knapp zwei Wochen wird in den USA Thanksgiving gefeiert, erst danach wird die Weihnachtsdekoration hervorgeholt. In Europa sieht man das nicht so eng, so dass ich heute in Witzenhausen beobachten konnte, wie mit Hilfe eines Feuerwehrautos eine Laterne in Kerzenflammenform auf den Diebesturm gehoben wurde. Aus meiner Sicht etwas kitschig.


Da die Weihnachtszeit besonders reich an Kitsch, schreibe ich hier etwas mehr zu diesem Begriff:

Das Wort taucht ca. 1870 im Münchner Kunsthandel auf und könnte vom mundartlichen kitschen „streichen, schmieren, zusammenscharren“ stammen. Es wird auch im Englischen und Französischen verwendet.

Nach Gillo Dorfles „Der Kitsch“ (Tübingen, 1969) muss das Objekt eines der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  1. Reproduktion eines bekannten Kunstwerkes der Vergangenheit
    (z. B. Mona Lisa, van Goghs Sonnenblumen)

  2. Personen, Ereignisse etc. nehmen einen rituellen Wert an, der ihnen nicht zukommt
    (z.B. Folkloreaufführungen)

  3. Übertragung von einem Medium ins andere
    (verfilmter Roman, Popmusik aus abgewandelter klassischer Musik etc.)

  4. Verniedlichung
    (z.B. bestimmte Darstellung von Kindern, Tieren, etc.)

  5. etwas tritt in der Form von etwas ganz anderem auf (z. B. eine Uhr in Gitarrenform)

  6. übersteigerte Dimension, aber noch verwendbar (z. B. ein übergroßes Glas)

  7. das Nachahmen einer anderen Zeit
    (z. B. neue Figuren im Stil des 18. oder 19. Jahrhunderts)


Die Kerze auf dem Turm erfüllt aus meiner Sicht Kriterium 5.

Freitag, November 13, 2009

Duisburg

Trotzdem Thyssen Krupp heute rote Zahlen veröffentlicht hat sind die Aktivitäten des Stahlkochers in Duisburg interessant. Ich habe letzthin Duisburg einen Besuch abgestattet und einige Fotos geschossen, die meisten vom Alsumer Berg.

Kokerei Schwelgern

Kokerei Schwelgern. Das Werk wurde von Carbonaria erstellt und produziert hauptsächlich für ThyssenKrupp Hochofenkoks. Die Anlage wurde 2003 in Betrieb genommen und gehört zu den modernsten und saubersten Anlagen der Welt. Jährlich werden ca. 2.5 Mio t Koks aus importierter Steinkohle hergestellt.


Hochofenbetreib Schwelgern

Hochofenbetreib Schwelgern
Auf dem oberen Bild bereits im Hintergrund zu sehen. Hier wird noch Stahl gekocht!


Kraftwerk Duisburg-Walsum

Kraftwerk Duisburg-Walsum
Das Steinkohlekraftwerk gehört der Evonik Steag-EVN. Der Kühlturm gehört zum neu erstellten Block 10, der 2010 in Betrieb gehen soll. Lieferant des 750-MW-Blocks ist Hitachi. Der Block besitzt kein Schornstein weil die Rauchgase über den Kühlturm abgeführt werden.

Der rechts sichtbare Schornstein ist 300 m hoch und wird von den übrigen 3 Blöcken benutzt. Dies sind die Blöcke 7 und 8 mit je 150 MW und der Block 9, der ein 610 MW Heizkraftwerk ist.


ThyssenKrupp Werk Beeckerwerth

ThyssenKrupp Werk Beeckerwerth
So schön kann Schwerindustrie sein, denn Dreck hat immer schon die besten Sonnenuntergangsbilder gegeben. Auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Beeckerwerth baute ThyssenKrupp 1962 ein Oxygen-Stahlwerk, das jährlich 6 Millionen Tonnen Rohstahl erzeugt und daraus Bleche für die Automobilindustrie herstellt. Das Werk gehört zum Standort Dusiburg, wo ThyssenKrupp das grösste integrierte Hüttenwerk Europas betreibt.


Samstag, November 07, 2009

Autobahnkreuz

So langsam muss ich mich wieder an die Betonwüsten mit der eigenartiger Ausstrahlung gewöhnen:


Größere Kartenansicht

Das hier ist die Turcot Interchange in Montreal. Einst mit großem Stolz gebaut, bröckelt das über 40-jährige Bauwerk und sollte bis 2016 durch ein neues Ersetzt werden. Der Widerstand der Anwohner regt sich, weil bei der neuen Version die für allerlei Aktivitäten genutzte Grünfläche unter dem Bauwerk verloren gehen würde.

Das Autobahnkreuz wurde 1967 eröffnet. Damit die Schiffe auf dem Lachine Canal ungehindert unter der Autobahn passieren können, wurde eine aufwändige aufgeständerte Bauweise gewählt, obwohl nur drei Jahre nach der Einweihung die Schifffahrt auf dem Kanal eingestellt wurde.

So wird das neue Autobahnkreuz aussehen.
Weil er nicht mehr aufgeständert sein wird, verschwindet
viel lokal genutzte Gründfläche.


Kann man von einer Flasche Cola erschlagen werden ?



.. ok, das sind noch Mentos im Spiel gewesen, die zusammen mit Cola eine explosive Mischung machen, indem die eingeworfenen Dinger das CO2 des Getränks sehr schnell frei setzen.

Freitag, November 06, 2009

Radladerbalett



Kaum zu glauben wie 15 t Radlader auf einer Achse unter Kontrolle zu halten sind.

Mittwoch, November 04, 2009

Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum

Das Museum befindet sich in Borken, Hessen.

Es gibt drei Bereiche zu Besichtigen:
  • das eigentliche Museum in Borken
  • der Besucherstollen, ein nachgebautes Bergwerk in einem alten Keller
  • der Freiluftbereich, der leider nur im Sommerhalbjahr zugänglich ist

Bilder aus dem Freiluftbereich / Themenpark.
Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum

Schaufelradbagger


Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum

Abraumbagger



Hessisches Braunkohle Bergbaumuseum

Blick vom Kohlensilo auf das Gelände des Freilichtmuseums

Donnerstag, Oktober 29, 2009

Kassel

Noch heute ist Kassel von den Ereignissen im Herbst 1943 geprägt. In der Nacht vom 22. Oktober auf den 23. Oktober legten 570 britische Bomber die Stadt in Schutt und Asche, 10'000 Menschen fanden den Tod. Kassel gilt als eine während dem Zweiten Weltkrieg am stärksten zerstörten Städte Deutschlands. Das Stadtzentrum wurde mit Brandbomben angezündet, wodurch verheerende Flächenbrände entstanden. Durch die Zerstörung sollte die in den Rüstungsbetrieben arbeitende Bevölkerung demoralisieren werden. In Kassel wurden Lokomotiven, Panzer und Flugzeugmotoren hergestellt.


Nach dem Krieg sollte aus Kassel eine Autogerechte Stadt entstehen. Die Fachwerkhäuser wurden nicht mehr aufgebaut, dafür entstanden modernen Bauten im typischen Stil der Nachkriegsarchitektur. Vieles stammt vom stadteigenen Architekt Paul Bode, der in ganz Deutschland tätig war. Kassel erhielt mit der Treppenstraße die erste Fußgängerzone Deutschlands und am Altmarkt entstand eine moderne Kreuzung mit damals noch neuen Rechtsabbiegerspuren und Fußgängerunterführungen.

Hotel Reiss, Kassel
Hotel Reiss beim Hauptbahnhof (Paul Bode, 1954-55). Einst bestes Haus am Platz, heute dem Untergang geweiht. Die Gäste sind nach Eröffnung der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg ausgeblieben.

Altmarkt 1958, einst modernste Kreuzung Europas. Im Hintergrund das Polizeipräsdium (heute abgerissen)

Treppenstrasse, die älteste Fussgängerzone Deutschlands.

Bereits in den 70er Jahren stand die nächste städtebauliche Herausforderung an: Mit dem Bau der Schnellfahrstrecke Hannover - Würzburg wurde der Fernbahnhof nach Wilhelmshöhe verlegt und der Hauptbahnhof wurde nur noch vom Regionalverkehr angefahren. Das Gebiet um den Hauptbahnhof verkommt langsam und die ganze Stadt scheint sich wieder neu auszurichten.
Kassel Hauptbahnhof
Hauptbahnhof Kassel Friedrich Bätjer, 1952-60), dient heute nur noch dem Regionalverkehr.

Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe
Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe
Das Vordach ist leicht überdimensioniert und erinnert an die Architektur der 30er Jahre.

Der Tagesanzeiger tut der Stadt Unrecht, wenn er sie als nicht besuchenswert bezeichnet. Wer sich nicht für die Bauten aus den 50er Jahren interessiert, findet vielleicht Gefallen am Bergpark Wilhelmshöhe oder macht ein Ausflugs in der Umgebung zum Beispiel nach Hann. Münden oder an den Edersee.

Bergpark Wilhelmshöhe
Fontänenreservoir und Jussovtempel im Bergpark Wilhelmshöhe

Hann. Münden - eine Stadt mit 700 Fachwerkhäuser