Mittwoch, Mai 11, 2011

Meine iPad Apps

iPadWas befindet sich alles auf meinem iPad und was könnte eine sinnvolle Ergänzung sein? Ehrlich gesagt habe ich nur wenige Apps. Meine Ikons verteilen sich zwar mittlerweile auf sechs Bildschirmseiten, aber das meiste sind gewöhnliche Bookmarks.

Ich beginne mal mit den sinnvollen Basic-Apps, die ich selbst installiert habe. Das sind TwitterGoogle Earth, der pdf- Reader GoodReader und das Zeichenprogramm Adobe Ideas.

Eine etwas speziellere App ist Flipboard. Diese App fasst die News-Ströme aus verschiedenen selbst ausgewählten Kanälen zusammen, wobei GoogleReader, Flickr, Facebook, Twitter und jegliche andere Newsfeeds verwendet werden können. Broadfeed sammelt nur aus Twitter, bewertet die Beiträge aber nach Popularität. Zine lässt sich auch sehen. Diese App passt sich laufend den Lesewünschen des Users an und soll dementsprechend immer besser passende Artikel anbieten.

Ich lese gerne Zeitung, weshalb bei mir Tages-Anzeiger, 20Minuten und Die Welt installiert, für Amerika kommt auch noch Drudgereport und Huffington Post zum Einsatz. Infos von Radio und Fernsehen stammen von SF DRS und Radios rein. Die Musik meiner liebste Stilrichtung spielt mir Blues Radio.

Wenn ich selbst Musik machen will, starte ich GarageBand. Es lässt sich herrlich auf dem iPad rumklippern mit Bass, Schlagzeug, Piano, Sampler oder Gitarre. Meistens spiele ich einfach drauflos obwohl das Programm eigentlich auch die Möglichkeit gibt, die Instrumente in einzelnen Spuren aufzunehmen und zu eigenen Songs zusammen zu führen. Wem die Instrumente zu kompliziert sind, kann sie auch halbautomatisch spielen lassen. Für schöne Soli nutze ich Blues Guitar.

Unterwegs hilft TripAdvisor. Mit Hilfe der Ortungsfunktion des iPads findet die App blitzschnell die besten Restaurants in der nächsten Umgebung und hilft mir effizient das lokale Dienstleistungsangebot im Tourismussektor auszukundschaften. Ebenfalls nützlich auf Reisen ist 1ClickFlash - eine App, die aus dem iPad eine grosse helle Taschenlampe macht. 

Ich träume davon, statt nur ein teures Flashlight zu haben, auf dem iPad auch Flash zu nutzen. Angeblich soll angeblich möglich sein Flash auf dem iPad darzustellen - allerdings nur indirekt mit Hilfe eines PCs. Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein, wenn man davon ausgeht, dass viele iPads fürs Sofasurfen im Wohnzimmer gebraucht werden. Die App SR Browser - Splashtop Remote Browser with Flash baut eine VPN Verbindung zum PC auf so dass die gewohnte Browser-Umgebung vom PC auf dem iPad genutzt werden kann.

Sonntag, April 03, 2011

Reise durch Amerika (10)

Die Reise am heutigen Tag ist kurz. Ich setze mich nach einem Kasino-Frühstück, das mich nur 50 Cents gekostet hatte ins Auto und fahre die Phantom Canyon Route hinunter bis ich wieder auf der U.S. 50 bin. Nach kurzer Fahrt ist Pueblo CO erreicht, wo ich in das Hotel einchecke, wo ich wahrscheinlich bis August bleiben werde.

Cripple Creek CO
Cripple Creek CO - am Morgen noch etwas verschlafen

Phantom Canyon Road
Phantom Canyon Road auf dem Trasse der ehemaligen Florence & Cripple Creek Railroad, eine Meterspureisenbahn, welche Cripple Creek mit Florence und der weiten Welt verband. Nachdem die Gleisanlagen 1912 bei einem Unwetter weggeschwemmt wurden, stellte die Bahn den Betrieb ein und das Trasse wurde zur Phantom Canyon Road.

Phantom Canyon Road
Ein Tunnel auf der alten Eisenbahnstrecke.

Cow
Offene Weide entlang der Phantom Canyon Road: diese Kuh sieht aus wie eine Kruezung zwischen Simmentaler und Texas Longhorn.

Blick aus dem Hotelzimmer
Endlich im Hotel angekommen. Blick aus dem Zimmer mit dem Greenhorn im Hintergrund.

Samstag, April 02, 2011

Reise durch Amerika (9)

Zuerst geht es von La Junta entlang der U.S. Route 350 gegen Westen. Ziel ist Delhi, das zwar nicht in Indien liegt, dafür aber Heimat des letzten an einer amerikanischen Hauptstrecke stehenden Wigwag-Signales ist. Diese seltsamen Bahnübergang-Signal waren früher in ganz Amerika verbreitet - in der Schweiz waren sie nur kurz bei der Südostbahn eingesetzt. Über eine Dreckstraße geht es wieder zurück nach Fowler CO, wo ich auf die U.S. 50 treffe. Nun geht die Fahrt bei schönstem Wetter endgültig nach Pueblo CO.

Eigentlich bin ich immer noch vorzeitig unterwegs. Ich beschließe deshalb noch ein bisschen weiter zu fahren und mache in Florence CO Mittagspause. Nach dem Mittagessen fahre ich nach Cañon City, wo ich wieder einmal ewig den Eingang zur Shelf Road suche. In Cripple Creek übernachte ich, nachdem ich bei großer Kälte noch den Goldbergbau angeschaut hatte.

U.S. 350
U.S. 350 ausserhalb von La Junta. Die Fahrt beginnt unter stahlblauem Himmel.

Delhi CO
Delhi, nicht in Indien, sondern in Colorado.

Wig Wag Signal
Das letzte Wigwag-Signal an einer Hauptlinie in den USA steht bei Delhi CO. Wenn sich ein Zug näher schwenkt die Scheibe mit dem Blinklicht hin und her. Auf der Streck gibt es nur noch wenig Verkehr. Sie wird aber täglich vom South West Chief befahren, der Reisezug von Amtrak der Chicago mit Los Angeles verbindet.

County Road 121
County Road 121

Antelopes
Wild lebende Antilopen.

Calf
Ein Kalb auf einer Weide in der Nähe des Apishapa Canyons.

Florence CO
Florence CO, wo sich viele Antiquitätenläden befinden.

Shelf Road
Shelf Road, kann zwar auch mit 2WD befahren werden, doch mit 4WD geht es besser. Nichts für Leute mit Höhenangst.

Cripple Creek CO
Cripple Creek CO aus der Höhe gesehen.

Cripple Creek Victor Gold Mining Company
Die Cresson Gold Mine bei Cripple Creek. Hier werden von AngloGold Ashanti, einer Südafrikanischen Firma, jährlich 24'000 Tonnen Gestein bewegt, woraus 8 Tonnen Gold gewonnen werden, die auf dem Weltmarkt ungefähr 270 Mio Euro Wert sind.

Mine Trucks
Ein Off-Highway-Truck mit Abraum auf dem Weg aus der Mine.

Cripple Creek
Cripple Creek, die ehemalige Goldgräberstadt, die heute hauptsächlich von den Spielhöllen lebt.

Old railway car
Ein alter Bahnwagen rottet in der Landschaft vor sich hin.



Cripple Creek Motel
Cripple Creek Motel am nördlichen Stadtausgang

Freitag, April 01, 2011

Reise durch Amerika (8)

In Dodge City schaue ich mir erstmal die alte Westernstadt an, welche die Erinnerung an Wyatt Earp und andere Revolverhelden wach hält. Später geht die Reise - nun wieder auf der U.S. 50 - weiter in Richtung Westen entlang dem Santa Fe Trail. Bei Holly CO überfahre ich die Grenz in Richtung Colorado. Am Abend mache ich in La Junta fest, wo ich meinem Kollegen Fred noch einen Besuch abstatte.

ATSF #1139
Auf dem Parkplatz des Boot Hill Museums in Dodge City steht diese Dampflokomotive der ehemaligen Atchison, Topeka and Santa Fe Railway. Auch wenn die Gesellschaft seit 1995 nicht mehr existiert, ist die Eisenbahn bei den Einheimischen immer noch als "Santa Fe" bekannt.

Boothill
Nicht viele Städte haben einen Friedhof als Wahrzeichen, aber dem Boot Hill von Dodge City ist ein Museum gewidmet. An dieser Stelle wurden alle Leute begraben, welche einen irregulären Tod fanden, bei dem sie meistens auch noch die Schuhe trugen. In der Stadt ging es oft besonders wild zu und her, weil die grossen Viehtriebe aus Texas hier endeten und die Cowboys zurück in der Zivilisation und mit Zahltag ausgerüstet das Leben bei Bier und Geldspielen genossen.

Dodge City Front Street
Die wieder aufgebaute Front Street gehört auch zum Museum. Im Gegensatz zu vielen Attraktionen, welche versuchen den alten Westen hochleben lassen, ist hier ein richtiges Heimatmuseum untergebracht, das durchaus Sehenswert ist.

Longbranch Saloon
Einmal mit einem Bier in der Hand am Tresen des Long Branch Saloon stehen! Der Name stammt tatsächlich von der gleichnamigen Stadt in New Jersey, welche die Heimat des ersten Besitzers war.

Longbranch Saloon
Varietébühne im Long Branch Saloon mit echtem Klavierspieler.

Gewehre
Waffen dürfen natürlich im Museum nicht fehlen.

Bankschalter
... und das ist die Bank.

Santa Fe Trail
Die U.S. 50 folgt von Dodge City bis La Junta dem Santa Fe Trail. Diese Handelsroute verband das alte Mexiko mit dem Osten der jungen vereinigten Staaten. Sie war bis in die 1870er Jahre in Betrieb, bevor sie von der Eisenbahn abgelöst wurde.

Prärie bei Dodoge City
Nichts als Prärie. Wo sind den hier die angesagten Santa Fe Trail Spuren?

U.S. 50
U.S. 50 in Richtung Westen. Zweispurige Strasse, einspurige Bahnlinie, blauer Himmel und Silo im Hintergrund. So sehen die Great Plains aus - für Stunden. Ich liebe diese Landschaft, auch wenn es für viele keine ist!

Watertower
Die Wassertürme ersetzen die Kirchtürme in den Great Plains: Ingalls liegt im Südwesten von Kansas und hat gerade mal dreihundert Einwohner.

Feedlot
In den Great Plains sind auch die sogenannten Feedlots zu finden. Das sind Mastbetriebe, welche die beim Eintritt ca. dreihundert Kilogramm schweren Rinder mit einer Maismischung in drei bis vier Monaten auf ihr Endgewicht auffüttern. Die artgerechte Tierhaltung bleibt bei den Gehegen auf befestigten Plätzen auf der Strecke. Fotografisch lässt sich der Gestank in der Näher solcher Anlagen nicht festhalten.

Tyson Finney County KS Plant
Das Fleisch von den Feedlots wird möglichst an Ort und Stelle verarbeitet. Bei Holocomb KS fahre ich an einem Schlachthof von Tyson vorbei. Tyson ist einer der grössten Fleischverarbeiter der Welt. Die Firma macht jährlich in ca. über hundert Betrieben ungefähr 25 Milliarden $ Umsatz und beliefert alle grossen Fastfoodketten.

Deerfield Grain Elevator
Getreidesilo bei Deerfield KS. Hier können bis zu 30'000 Tonnen Ernte lagern.



Feedlot near Medway KS

Feedlot near Medway KS

Feedlot bei Midway, Kansas mit 32 Hektaren Gehege!



Coolidge KS
Coolidge ist die westlichste Gemeinde an der U.S. 50 in Kansas. Es leben gerademal 86 Leute hier.


States Border Colorado
Ich bin wieder in Colorado! Es trennen mich noch 140 km von La Junta.

Donnerstag, März 31, 2011

Reise durch Amerika (7)

Heute Donnerstag beschließe ich die Route 66 wieder zu verlassen und auf Landstraßen in Richtung Pueblo CO zu fahren. Ich folge zuerst dem Oklahoma State Highway 3, dann der US 283 bis ich Dodge City erreiche.

Chisholm Trail
Ausserhalb von Oklahoma City kreuzt der Highway 3 den Chisholm Trail.
Auf diesem Weg wurde Ende des 19. Jahrhundert das Vieh von Texas zum
Verladebahnhof in Abilene, Kansas getrieben.

Cockpit anyone?
Braucht jemand ein Cockpit?

Tower Cafe
Das Tower Cafe in Okarche war eine gute Wahl für den Mittagshalt.

Valero Gas Pump
In Oklahoma will offenbar niemand Ethanol im Benzin. An den meisten Tankstellen
steht angeschrieben, dass es keines drin hätte.

Farm Truck
Sattelschlepper mit Rundballen und Walmart - das einzige, was auf dem Land zu finden ist.

Grainelevator
Getreidesilos sind die Wahrzeichen auf dem Land.

Landscape
Oklahoma: unten Landwirtschaft, oben blauer Himmel.

Laverne
Laverne - eine Kleinstadt im Nordwesten Oklahomas.

Kansas Border
Ich lasse Oklahoma hinter mir.

Minneola
Minneola, Kansas

Sky
Weiter Himmel bei der Kreuzung von US 283 mit US 160. Es sind nur noch 30 km bis Dodge City.

Mittwoch, März 30, 2011

Reise durch Amerika (6)

Kurz nach Joplin MO überfahre ich die Grenze nach Kansas, wo sich nur ein ganz kurzes Stück der Route 66 befindet. In Oklahoma stose ich dann auf die beiden ältesten befahrbaren Stücke der Route 66, die als sogenannter Sidewalk Highway ausgeführt sind. Es sind nur die mittleren drei Meter der Strasse mit Belag versehen, bei Gegenverkehr muss auf das geschotterte Bankett ausgewichen werden. Nach einem Besuch beim Totempfahl und beim Blauen Waal irre ich ziemlich lange in Tulsa umher bis ich die alte Strasse aus der Stadt heraus finde. Es folgt nochmals ein kleines altes Stück Route 66 - der Abschnitt, wo ich letztes Mal eine auf der Strasse liegende Kühlerhaube ins Gebüsch warf, und ein letzter Stop beim Roter Schopf von Arcadia bevor ich bei Elmond OK übernachte.

Galena KS
Welcome to Galina, Kansas

Four Women on the Route
Eine der wenigen Sehenswürdigkeiten an der Route 66 in Kansas: Four Women on the Route ist eine mit Liebe hergerichtete alte Kan-O-Tex Tankstelle, wo es heute Sandwiches und Snacks gibt. Daneben steht sogar noch der echte Tow Mater.

Border to Oklahoma
Beinahe verpasst: der Grenzübertritt zu Oklahoma

Dairy King
Dairy King in Commerce OK, wo die Original Route 66 Kekse zu haben sind

Conoco Station
Gleich gegenüber vom Dairy King: schöne Conoco Tankstelle

The Coleman Theatre
The Coleman Theater in Miami, Oklahoma. Die früher häufige Kombination aus Kino und Vaudeville-Bühne wurde vom Zink- und Blei-Millionär George L. Coleman gestiftet und ist seit 1929 ohne Spielpause in Betrieb. Im Zusammenhang mit der Renovation wurde sogar die originale Wurlitzer-Kino-Orgel wieder gefunden.

Sidewalk Highway
Eines der ältesten befahrbaren Route 66 Stücke: Sidewalk Highway bei Narcissa, Oklahoma.

Rest Haven Motel
Überbleibsel des Rest Haven Motels in Aften OK

Pryor Creek Bridge
Pryor Creek Bridge - eine alte Fachwerkbrücke bei Chelsea OK

Oasis Motel
Oasis Motel in Tulsa OK

Desert Hills Motel
Desert Hills Motel in Tulsa OK

Totem Pole Park
Riesen-Totempfahl bei Foil OK

Blue Whale of Catoosa
Der Blaue Waal von Catoosa - eine der bekanntesten Route 66 Sehenswürdigkeiten. Erst in den 70er Jahren für den Privatgebrauch gebaut, entwickelte sich die Anlage zu einem öffentlichen Swimmingpool, der aber 1988 schließen musste weil man mögliche Haftpflichtansprüche wegen Wasserqualität und Unfallgefahr aus dem Wege gehen wollte.

Red Barn
Der berühmte Rote Schopf von Arcadia OK